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Nachfolgend finden Sie einige Links sowie eine Auswahl an interessanten Apps für das iPad.
Das iPad wird die Online-Welt verändern - aber möglicherweise anders, als Apple sich das vorstellt. Chris Haderer blickt zurück auf seine ersten 100 Tage mit dem "iBrett". 08.10.2010
Anfangs war ich einigermaßen dagegen. Jetzt kündigt dieser Steve Jobs schon wieder eine IT-Revolution an, meinte ich, dabei ist dieses iPad ja nichts anderes als ein großes iPhone für Kurzsichtige, noch dazu ohne Telefon. So ein Teil für die Reichen & Schönen halt, von dem man nicht genau weiß, wofür man es braucht, aber Hauptsache, man hat es. Kurz gesagt: Für mich war das iPad ein teurer Wok-Untersetzer und weit weg von einem Geniestreich. Dann kam Apple-DACH-Pressesprecher Georg Albrecht (DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz - in Pressesprechersprache; Anm. d. Red.) des Weges, betrachtete nachdenklich meine Meinung, drückte mir ein iBrett in die Hand und sagte "Mach mal". Ich machte, und auf einmal war alles ganz anders. Plötzlich fühlte ich mich, als würde ich in der US-TV-Serie "Eureka - Die geheime Stadt" wohnen, in der Tablet-Rechner so normal sind wie hierzulande mehrlagiges Klopapier. Das iPad, so höre ich ich mir mittlerweile selber gern beim Predigen zu, ist zwar noch irgendwie ein Prototyp, aber dennoch ein richtungsweisendes Konzept. Ähnlich wie damals "Twin Peaks" im Fernsehen ist das iPad wie Sex - und es braucht (noch) Zeit. Wie Sex eben.
Mit dem iPad hat Apple ein teilweise recht umstrittenes Gerät auf den Markt gebracht, das schon seit etwa 2007 durch die Gerüchteküche schwebte. Einerseits wird es in den siebenten Himmel gelobt, andererseits als für den geschäftlichen Einsatz als völlig unbrauchbar abgewimmelt. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Das iPad lebt nicht von den mitgelieferten Bordmitteln, sondern von den verfügbaren Apps. Man kann es als Teil einer noch lange nicht abgeschlossenen Evolution sehen, als Prototyp einer neuen Gerätegeneration, die Rechenprozesse und Datenspeicherung in die "Cloud" auslagert. Die intuitive Touchscreen-Steuerung sowie die strukturierte Apps-Funktionalität werden vermutlich auch das Design künftiger Laptops beeinflussen.
So gesehen hat Apple mit dem iPad tatsächlich ein richtungsweisendes Gerät zur Welt gebracht. Im Busineß-Segment, in dem sich Apple ohnehin nur schwer zurechtfindet, ist es allerdings (noch) nicht zu Hause - für den großmaßstäblichen Unternehmenseinsatz sind sowohl die unbekannte Zukunft der Plattform als auch Apples restriktive Software- und Content-Politik ein Hemmschuh.
Tablet-PCs sind keine Erfindung von Apple. Die Cupertiner holten sich mit dem erfolglosen Newton-Handheld (das an seiner desolaten Handschriftenerkennung scheiterte, die sich der damalige Apple-Chef John Sculley als Killer-Anwendung in den Kopf gesetzt hatte) bereits in den 90er Jahren eine blutige Nase. Vor dem iPad waren Tablet-Rechner ein Nischenprodukt und traten vorwiegend als "Convertible" in Erscheinung - Notebooks mit nach außen drehbarem Touchscreen-Display. "Echte" Tablets waren (und sind teilweise noch) spezialisierte Geräte, zum Beispiel für den Einsatz im medizinischen Umfeld oder zur mobilen Datenerfassung.
Mit dem iPad hat Apple nicht nur eine andere Art von Hardware vorgestellt, sondern auch ein neues Bediener- und Arbeitskonzept. Obwohl das iPad ein Online-Gerät ist, rückt der Browser (in diesem Fall ein "Safari"-Derivat) in den Hintergrund, weil Apps die Brücke ins Web schlagen. Dieser Trend könnte gravierende Auswirkungen für die Gestaltung von Web-Portalen und auch für die Funktionalität von zukünftigen Browsern haben. Aber das ist im Moment vielleicht ein bißchen zu weit gedacht.
Man muß sich in der aufblühenden Tablet-Welt darüber im klaren sein, was das iPad ist - oder was es nicht ist. Es ist kein geschrumpftes Notebook, da die Leistungsdaten nicht an schnelle Multicore-Prozessoren herankommen (und es unter dem Betriebssystem iOS 3.2.2 nur beschränkt multitaskingfähig ist). Es ist auch kein PDA- oder Smartphone-Ersatz, da Telefonie zur Zeit nur auf Voice-over-IP-Basis (beispielsweise mit der kostenlosen "Skype"-App) möglich ist. Technisch gesehen, ist es eine Ergänzung zu PC oder Notebook, da zur Installation und Wartung eine USB- oder WiFi-Verbindung notwendig sind. Als "Add-on" erfüllt es seinen Zweck aber ausgezeichnet. Ob man nun im Web recherchieren, E-Mails lesen, Photos und Filme präsentieren oder Texte schreiben will - das iPad erledigt diese Aufgabe mit schlichter Eleganz.
Apple liefert mit dem Gerät genaugenommen nur eine Plattform, die von Drittherstellern bespielt werden muß. Die Bandbreite der verfügbaren Apps ist enorm; sie reicht von kostenlosen Programmen bis hin zu mehrere hundert Euro teuren Anwendungen, die für den Busineß-Einsatz konzipiert sind. Vor allem die Verlagsbranche wittert Morgenluft, weil sie ihre bislang kostenlosen Online-Inhalte nun vermarkten kann. Bei Zeitungen und Zeitschriften sind zwar die Apps kostenlos, viele der Inhalte müssen dann aber pro Download bezahlt werden (was über iTunes/AppStore abgewickelt wird).Apps sind das genaue Gegenteil von aufgeblähten Anwendungsprogrammen, wie man sie vom Desktop her kennt - sie bieten keine ausufernde Funktionsfülle, sondern einen klar umrissenen Einsatzzweck. Vergleichsweise noch ausbaufähig und in vielen Dingen eine Neuauflage von Computer-Kinderkrankheiten, die auf dem Windows-Markt längst ausgestorben sind, ist die von Apple mitgelieferte Original-Software. Durchdacht und sehr funktionell ist die "Mail"-App; bei der "Kontakte"-App hingegen lächelt man schon ein bißchen, wenn man Outlook gewöhnt ist - sie bietet wenig Möglichkeiten und übernimmt beim Synchronisieren (via USB-Kabel und iTunes oder drahtlos mit der kostenpflichtigen Erweiterung "MobileMe") leider nicht alle Outlook-Daten. Die "Kalender"-App (Bild oben) ist übersichtlich und funktionell, auch der Outlook-Abgleich funktioniert; wiederum werden aber nicht alle Informationen synchronisiert (Bilder und Kategorisierungen gehen beispielsweise verloren).
Die Kompatibilität des iPad mit dem Rest der Welt ist Apple-seitig etwas dünn. Obwohl es als mobiler Mediaplayer beworben wird, verkraftet das iPad weniger Videoformate als so manches Handy. Videos müssen mit der extrem langsamen und umständlichen iTunes-Software überspielt werden, die Clips brettgerecht konvertiert - beliebte Formate wie etwa "divx" akzeptiert das Wichtigtuerprogramm allerdings auch nicht. Im AppStore finden sich allerdings zahlreiche Alternativen von Drittherstellern, die sehr interessante Features bieten und für die Datenformate kein Thema mehr sind.
Letztlich zielt das iPad in eine Richtung, in der Cloud-Computing eine wesentliche Rolle spielt und das Tablet als so genannter thin client fungiert. Das Pad dient sozusagen als multifunktionales Fenster auf ein Betriebssystem, das in Wahrheit "virtuell" auf einem Server läuft. Das Pad muß sich nur noch um Kommunikation und Oberfläche kümmern, rechenintensive Prozesse und Programme laufen auf dem Server. Gleiches gilt für Daten: Auf dem Pad ist nur das Notwendigste vorhanden, das eigentliche Archiv befindet sich irgendwo in der Wolke. Diese Wolke kann ein privates Heimnetzwerk sein, ein Firmennetz, ein Dienst wie der "Skydrive" oder die "Windows Live"-Services von Microsoft oder Apples "MobileMe". Das reibungslose Funktionieren einer solchen Wolke ist zwar noch ein bißchen Zukunftsmusik, die Ansätze schwirren aber bereits im Äther herum. Es ist anzunehmen, daß Endgeräte in Zukunft austauschbar sein werden, weil sie ein einheitliches Mindestmaß an Hardware-Funktionen mitbringen. Ein bißchen hat es den Anschein, als begänne am Horizont zaghaft die Morgensonne eines branchenweiten Paradigmenwechsels zu scheinen. Was bei Sonnenuntergang unterm Strich stehen wird, liegt bei den Herstellern selbst.
Ohne Online-Verbindung ist der Spaß allerdings schaumgebremst, weil die meisten Apps ohne Daten aus dem Internet nicht leben können. Eine permanente Online-Verbindung wünscht sich auch Apple, weil das iPad ab Werk noch anhänglicher ist als Windows und praktisch ständig zu Hause anruft. Hier geht es unter anderem um den Ortungsdienst, der die geographische Position des Geräts erfaßt. Sie wird mit einem GPS-Chip im iPad und durch die Auswertung der umgebenden WLAN-Netze errechnet. Da das Brett die Geodaten von ortungsbasierenden Apps sowie Informationen über aufgefundene Drahtlosnetzwerke (laut Apple werden die Hardware-MAC-Adressen und die GPS-Info übermittelt, jedoch nicht die SSID) nach Cupertino funkt, ist Apple bereits unter Beschuß geraten. Die theoretische Nutzungsbreite dieser Informationen ist groß und geht weit über einfache location based services (Stichwort: "Wo ist der nächste Bankomat?") hinaus. Kommerziell werden diese Daten derzeit zur Schaltung lokaler Werbung eingesetzt, datenschutzrechtlich stellt die (theoretische) Lokalisierbarkeit jedes Endgeräts allerdings schon einen Grund zum Nachdenken dar.
Das iPad, wie es heute in den Regalen liegt, ist ein Prototyp - ein funktionierender zwar, aber voll von Kinderkrankheiten und schwach in der Ausstattung (was ihn mit dem Ur-Macintosh von Apple verbindet). Die vielen Hoppalas des Geräts enthüllen sich nicht beim ersten Augenkontakt; erst wenn die Phosphorschatten der Begeisterung wieder von der Netzhaut verschwunden sind, werden Fragen laut: Wo ist die Kamera? Warum können keine Photos oder Sounds vom Handy überspielt werden?
Auch der Verzicht auf USB-Kompatibilität und die eingeschränkten Bluetooth-Funktionen wirken ein wenig befremdlich. Ein für den Massenmarkt gedachtes Produkt sollte mit dem Massenmarkt auch weitgehendst kompatibel sein. Nicht wirklich nachvollziehbar ist der Verzicht auf die "Flash"-Technologie von Adobe Systems. Auf die Sticheleien zwischen den beiden Unternehmen angesprochen, erklärte Jobs, man habe nichts gegen Adobe, setze aber "auf zukunftsweisende Technologien", zu denen Flash nicht gehöre. Die Konseqenzen aus der Entscheidung trägt der Konsument, der Flash-basierende Webseiten nicht betrachten kann (zum Teil Videosites, Photoarchive, viele interaktive Online-Games und Sites, die zur Steuerung und Darstellung Flash-Elemente verwenden). Daß sowohl Java als auch die Flash-Produkte ziemliche Ressourcenfresser sind, ist eine Tatsache, aber kein Ausschließungsgrund. Das Problem dürfte eher am iPad-Werbemarkt liegen, den Apple regieren will - Flash-Cookies von Dritten wären da ebenso kontraproduktiv wie beispielsweise kostenlose Flash-Games, die den AppStore aushebeln. Was die Philosophie von Apple angeht, bleibt letztlich ein dumpfer Nachgeschmack. In den Medien mag es zwar gut rüberkommen, daß alle Restriktionen des Geräts nur auf "Zukunfts- und Datensicherheit" zurückzuführen sind; in der Praxis glauben diesen Schmonzes vielleicht ein paar Naive. Für den Anwender zählt letztlich nur, ob etwas funktioniert oder nicht - und wenn große Teile der Web-Landschaft falsch oder gar nicht dargestellt werden, dann ist klar, wo das Problem liegt. Auch wenn der iPad-Pressetext vor Superlativen schon Tränen in den Augen hat, manche Dinge kann man nicht mit Visionen schönreden. Wenn bei einem Auto das linke Vorderrad fehlt, nützt es auch nichts, daß es immer noch eines mehr hat als ein Fahrrad - und auch die Bordmittel des iPad sollten im Sinne einer höheren Kundenzufriedenheit nochmals neu gewuchtet werden. Dies umso mehr, da Apple beim iPad mehr oder weniger in die Rolle eines Plattformanbieters rutscht und an allen über das Brett abgewickelten Transaktionen und iAd-Werbungen mitverdient. Schon aus Gründen der Marktdurchdringung sollte Apple nicht den Fehler vieler Handy-Hersteller wiederholen und sich mit eigenen proprietären "Standards" zu sehr isolieren.
Angesichts der inhaltlichen Restriktionen - der von Apps transportierte Inhalt muß absolut stubenrein sein - kann Apple mit dem iBrett allerdings keine mündige Kundschaft im Auge haben: Zensur ist in jeder Form diskussionslos abzulehnen. Erschreckend ist, daß die Lifestyle-Klientel offenbar kein Problem mit dem demokratischen Luftröhrenschnitt hat. Daß Steve Jobs, der jahrelang seine uneheliche Tochter Lisa nicht akzeptieren wollte (von dort stammt auch, wie im Buch "Fire in the Valley: The Making of the Personal Computer“ von Paul Freiberger und Michael Swaine nachzulesen ist, der Name einer frühen Apple-Produktlinie), nun als moralischer Maßstab dasteht, ist einigermaßen fragwürdig. Aber vermutlich hat das längst nichts mehr mit freier Meinung zu tun, sondern ist ein marketing task.
Als digitale Testosteronbombe hat das iPad ja bislang bestens funktioniert. Durch gezielte Ankündigungspolitik hat Apple es geschafft, das Brett ewig lang in den Medien zu halten, ohne ein einziges Gerät in den Handel zu bringen. In der Alpenrepublik gelang der Plan durch die aktive Mithilfe von Fellners "Österreich" sogar besonders beispielhaft. Von Jänner (der US-Ankündigung des iPad) bis Juli (dem Verkaufsstart in Österreich) sorgte das Brettl beinahe für mehr Schlagzeilen als die Fellner-Favourites Grasser und Kampusch zusammen - obwohl kein einziges Teil zu haben war. Allerdings wird sich der Hype um die Hardware auch irgendwann erschöpfen, nicht zuletzt durch Alternativprodukte von Samsung ("Galaxy Tab“), LG, Panasonic, Toshiba und anderen. Verschiedene Analysten sind der Meinung, daß Apple seine momentane Vormachtstellung auf dem Tablet-Markt kommendes Jahr wieder verlieren könnte.
Gegensteuern kann Apple nur mit neuer Hardware, die App-Entwicklern (oder Apple selbst) dann als Grundlage für neue Anwendungen dient. Bis zum Erscheinen einer neuen Killer-App sorgen Marketing-Partnerschaften für Präsenz auf dem Lifestyle-Markt. Sollte die nächste iPad-Generation mit einer Videokamera bestückt sein, wird Apple vermutlich Videotelefonie als Killer-App propagieren - was aber nur in Verbindung mit einem zum Rest der Welt kompatiblen Service funktionieren könnte. Auf dem Handy führt die Videotelefonie allerdings seit Jahren ein Nischendasein, obwohl sie von Mobilfunkanbietern und Carriern regelmäßig angepriesen wird, als könnte sie Grippe heilen. Auch Smartphone-Versionen von Skype und anderen Diensten haben daran nicht allzu viel geändert. Einerseits ist das auch eine Frage der Bandbreite, die heutige Mobilfunknetze nur unter Laborbedingungen bieten; außerdem gibt man das Recht am eigenen Bild im Negligée offenbar nicht gern gleich beim ersten Gespräch in fremde Hände.
Anfangs betrachtet man das iPad mit glänzenden Augen und drückt wie weggetreten auf dem Display herum. Zweieinhalbjährige Kinder sind genauso hypnotisiert wie Erwachsene. Nach vielleicht acht Wochen kehrt der Alltag ein, und statt ruckelfreier YouTube-Videos müssen plötzlich Daten im Online-Rechtsinformationssystem RIS fehlerfrei angezeigt werden. Oder eine SAP-Datenbank. Oder auch nur ein simples Excel-Spreadsheet mit Adressen und Telefonnummern.
Im Wohnzimmer liegt das iPad genauso unbeachtet wie die Obstschale auf dem Tisch und ersetzt TV-Programm und Fernbedienung. Unauffällig. Vorausgesetzt, die Funktionalität des iPad entwickelt sich in eine vernünftige Richtung, wird es irgendwann vom Lifestyle-Olymp auf die Erde herabsteigen und alltäglich werden müssen. Damit müssen Apple und Steve Jobs aber auch eine Entscheidung treffen, wo das iPad in Zukunft positioniert werden soll - im Moment hängt es unentschlossen im Limbus zwischen Consumer- und Busineß-Markt.
Auch die sagenhafte und magische Eiswürfelmaschine im Kühlschrank verliert irgendwann einmal die Faszination des Neuen ...
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iPad-Infos
Nachfolgend finden Sie einige Links sowie eine Auswahl an interessanten Apps für das iPad.
Pages
"iWorks"-Textverarbeitung (€ 7,99)
Das iPad-Pendant zur "iWorks"-Textverarbeitung von Apple. Bietet nicht die überdimensionale Funktionalität von "MS Word" (ist aber kompatibel damit), sondern ein solides Grund-Set an Formatierbefehlen und Funktionen (wie etwa das Zählen von Anschlägen). Das Design ist iPad-gerecht und komfortabel. Im Querformatmodus lassen sich mit der virtuellen Tastatur relativ komfortabel einfache Manuskripte erstellen. Vielschreiber sollten für unterwegs aber die Anschaffung einer iPad-fähigen Minitastatur überdenken, wie sie von Apple als optionales Zubehör um ca. 70 Euro angeboten wird. "Pages" sollte - wie auch die iPad-Tabellenkalkulation "Numbers" - eigentlich zur Grundausstattung des Bretts gehören.
Audio Memos 2
Diktiergerät (€ 0,79)
"Audio Memos 2" ist ein simpel zu bedienendes Diktiergerät. Aufnahmen können unterbrochen und fortgesetzt werden, auch das Setzen von beschrifteten Markierungen ist möglich. Die Aufnahmequalität mit dem eingebauten iPad-Mikro ist für das Mitschneiden von Gesprächen, Interviews, Vorträgen und ähnlichem mehr als ausreichend. Es sind mehrere Aufnahmeformate wählbar. Kleine Dateien können per E-Mail verschickt werden, größere Dokumente landen per iTunes auf dem PC. Die App ist modular um (meist kostenpflichtige) Funktionen erweiterbar.
wetter.com Weather HD
Wetterdienst (€ 2,99)
Es gibt eine Reihe kostenloser Apps, die wie "Weather HD" aktuelle Wetterinformationen und Prognosen liefern. Der Unterschied liegt nicht zuletzt im Leistungsumfang: "Weather HD" bietet genaue Vorhersagen für jeden gewünschten Ort (inklusive Positionsbestimmung), dazu kommen Detailinformationen wie Niederschlagswahrscheinlichkeit, Niederschlagsmenge, gefühlte Temperatur, Windrichtung etc.) sowie Übersichtskarten, Videos und Unwetterwarnungen. Ansprechende und übersichtliche Gestaltung.
Skype
Chat/Telefonie (kostenlos)
Bietet nicht alle Funktionen der Desktop-Version, macht aber aus dem iPad ein Telefon. Wie gewohnt können andere Skype-User kostenlos angerufen werden, für Rufe ins Fest- und Mobilfunknetz muß man ein Guthaben anlegen (recht moderate Preise). Einfache Bedienung, bei Verwendung eines Bluetooth-Headsets auch mit Privatsphäre beim Telefonieren. Chats sind möglich, kein Video- und Dateitransfer, kein Profilmanagement (iPhone-App).
eBay
Online-Börse (kostenlos)
Über eBay und die dort herrschenden Geschäftspraktiken (beispielsweise den Zwang zum Payment-System der Tochterfirma PayPal, was ein bißchen so ist, als könne man beim Billa nur noch mit REWE-Geld bezahlen) kann man streiten - die App hat allerdings Vorzeigecharakter. Es können zwar keine Auktionen angelegt oder verwaltet werden, zur Kontrolle der eigenen Angebote und zum Mitbieten funktioniert sie allerdings oft einfacher als die Website. Schön gemacht.
sms.at
SMS-Versand (kostenlos)
Im Web schon mehr ein Community-Portal, ist die sms.at-App hier etwas weniger umfassend (Gott sei Dank auch ohne den leidigen Klingelton-Download) und nur zum Versand von SMS-Nachrichten geeignet. Fünf Nachrichten pro Monat sind gratis, die Abopreise sind moderat. Der SMS-Versand erfolgt über die iPad-Kontakte. Funktionell und effektiv. Neben dem sms.at-Adreßbuch können auch die iPad-Kontakte verwendet werden (iPhone-App).
Dragon Dictation
Spracherkennung/-transkription (vorerst kostenlos)
Entwickelt wurde "Dragon Dictation" (Nuance Software) eigentlich für iPhone und iPod-Touch, das Programm läuft aber auch auf dem iPad bestens. Es übersetzt Sprache in geschriebenen Text - und das mit einer Treffergenauigkeit, die man bei PC-basierenden Systemen oft lange suchen (oder mit langer Trainingszeit erkaufen) muß. Der aufgenommene Text wird "in die Wolke" zu einem Server geschickt, dort transkribiert und als geschriebener Text wieder zurückübertragen. Innerhalb der "Dictation"-App kann der Text weiterbearbeitet und korrigiert werden (durch weitere Spracheingaben oder mittels der virtuellen Tastatur). Fertige Textpassagen können sofort per E-Mail verschickt oder in andere Anwendungen (wie beispielsweise den SMS-Client beim iPhone oder die sms.at-App beim iPad) übernommen werden. Leider ist die App nicht im stiefmütterlich behandelten österreichischen iTunes-Store zu haben, sondern nur beim deutschen Nachbarn.
Air Video
Video-Streaming (€ 2,39)
Ein geniales Tool, das viele der Startfehler von Apple um wenig Geld wieder ausbügelt. Im Zusammenspiel mit einer kostenlosen Server-Komponente, die auf dem PC installiert wird (Mac und Windows), können auf der Rechnerfestplatte gespeicherte Videofilme drahtlos auf dem iPad wiedergegeben werden. Das Format - wiederum schöne Grüße an die Kinderkrankheiten-Abteilung von Apple - ist dabei weitgehend egal. Als Server eignen sich durchaus auch ältere Pentium-4-Rechner; für das Streaming im Netz ist nur ein handelsübliger Router notwendig. Ausgewählt werden die Filme aus freigegebenen Ordnern über den iPad-Screen. Von "Air Video" gibt es auch eine kostenlose Version, wobei maximal fünf Filme pro Ordner angezeigt werden.
VLC Media Player
Mediaplayer (kostenlos)
Auf Windows-Rechnern ist der kostenlose VLC-Mediaplayer seit Jahren ein Geheimtip. Er spielt, ohne mit der Wimper zu zucken, praktisch alle Audio- und Videoformate ohne Widerworte ab (auch DVDs kann er verarbeiten). Die erste iPad-Version ist noch mit einigen Fehlern behaftet, zeigt aber schon die mögliche Zukunft der auf dem iPad vorinstallierten Video-App von Apple auf. VLC hat das Potenzial, auch auf dem iPad zu einem unersetzlichen Utensil zu werden.
Google Earth
Spionage-App (kostenlos)
Neu sind die schönen Luftbilder von "Google Earth" schon lange nicht mehr; die App ist allerdings ein sehr gelungenes Beispiel für die Multitouch-Bedienung des iPad. Zoomen, drehen, Ausschnitte verändern - all das gelingt auf dem iPad mit ein paar Fingerstrichen. Mit der PC-Maus macht die Sache viel weniger Spaß. Zusätzlich kann man sich mit dem iPad auch orten lassen, damit Steve Jobs weiß, wo Sie gerade in der Nase bohren.
Im Internet sind die Lauscher immer und überall. Digitale Selbstverteidigung ist angesagt. Die notwendigen Tips gibt Steffan Heuer in seinem Buch "Mich kriegt ihr nicht!"
Big Data und Social Media halten zusammen wie Pech und Schwefel. Ihnen verdankt Barack Obama seine zweite US-Präsidentschaft.
Zum zweiten Mal hat Regisseur J. J. Abrams den Motor der "Enterprise" angeworfen und sie auf eine für den Titel "Into Darkness" eigentlich recht gut ausgeleuchtete Reise geschickt. Chris Haderer ist eine Runde mitgeflogen.
Vom 8. bis 15. Februar geht das "Festival des gescheiterten Films" in den Breitenseer Lichtspielen vor Anker. Gezeigt werden Filme, für die es leider keinen kommerziellen Markt zu geben scheint.
Am 25. Oktober werden im Wiener Rabenhof die 14. "Big Brother Awards" verliehen. Traditionell finden sich unter den Nominierten illustre Namen von Beatrix Karl bis Marie Vassilakou.
Regisseur Julian Roman Pölsler hat sich an der Verfilmung von Marlen Haushofers "Die Wand" versucht - und ein schön photographiertes Hörbuch abgeliefert.
Kommentare_
Ein ausgezeichneter Beitrag! Genau Apples "Verschlossenheit" (Kein Flash, USB etc. + Zensur) hält mich ab, ein Gerät dieser Firma zu kaufen. Ich warte noch auf Googles Tablet, welches wahrscheinlicher "offener" daherkommt. Und irgendwann in den kommenden Jahren wird dann die Zeit reif sein, mir ein Tablet zu kaufen.
Immerhin kann man Apple danken - sie "öffnen" Märkte.
Lesenswerter Artikel. Bin schon auf den Folgeartikel zu den slates mit win7 touch gespannt...